Quartier "Neubau Michelstraße" - Stadtteil Zellerau

Nachhaltiges Bauen mit Holz

Unsere zwei Holz-Hybrid-Häuser in der Frankfurter Straße 74 und 76 sind ein gutes Beispiel für Nachhaltiges Bauen mit Holz. Wenn wir den Zeitpunkt für das Ernten, Sägen und weitere Bearbeiten des Holzes betrachten, ist der Energieaufwand im Vergleich zur Herstellung von Stahl, Zement und Ziegeln, die unter sehr hohen Temperaturen geschieht, sehr gering. Aber natürlich stecken auch im Holz große Mengen Energie: Sonnenenergie!

Der Kreislauf der Energie

Damit ein Baum wachsen kann, nimmt er sehr viel von der Sonnenenergie auf. Sie ist sozusagen in seinem Holz gespeichert und wird wieder frei, wenn man das Holz verrotten lässt oder verbrennt. Das sollte man aber erst am Ende einer sinnvollen Nutzungskette tun, denn dann wird auch das gebundene CO2 wieder frei.

Ein Baum betreibt wie jede Pflanze Photosynthese. Er braucht dazu Sonnenenergie, diverse Nährstoffe, Wasser und vor allem CO2. Das CO2 zerlegt er, gibt Sauerstoff (O2) an die Atmosphäre ab und baut Kohlenstoff (C) in die Molekülstruktur seines Holzes ein. Lässt man das Holz verrotten oder verbrennt es, kehrt sich der Prozess um. Der Kohlenstoff (C) des Holzes verbindet sich mit dem Sauerstoff der Atmosphäre zu CO2.
Bildlich gesprochen: Die im Holz gebundene CO2-Menge wird wieder freigesetzt. Deshalb ist es aus der Sicht des Klimaschutzes entscheidend, dass das Holz aus dem natürlichen Kreislauf des ständigen Werdens und Vergehens herausgelöst und stofflich genutzt wird: am besten unverändert, als Baumaterial.

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz

Die überragende CO2-Bilanz ist ein wesentlicher Aspekt für diese Bauweise, weshalb auch wir, als die Stadtbau Würzburg, uns für den nachhaltigen Weg an dieser Stelle entschieden haben.
Falls sich jemand die Frage stellt, ob es genügend Wald und Holz gibt, können wir Sie beruhigen. Ja, es gibt genügend Holz. Der deutsche Holzvorrat wächst seit Jahrzehnten stetig an, weil noch mehr Holz nachwächst, als geerntet wird. Eine Untersuchung zeigte, dass ein Drittel der jährlichen Holzernte reichen würde, um sämtliche Neubauten in Holzbauweise zu errichten

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