Schriftgröße: AAA
Zuhause
in Würzburg
Einkommensorientierte Förderung (EOF)

Was das ist und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um eine einkommensorientierte Förderung zu erhalten.

Was ist die einkommensorientierte Förderung (EOF)?

Die EOF ist ein Modell des Sozialen Wohnungsbaus. Eine Art Mietzuschuss, den Sie bei der Stadt Würzburg (Fachbereich Soziales) beantragen müssen. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Gesamtjahreseinkommen und den vorgegebenen Einkommensgrenzen. Die Förderung dient ausschließlich zur Leistung der monatlichen Miete. Sie wird im Voraus an Sie als Mieter gezahlt. Mit Zahlung der Miete leiten Sie die Förderung indirekt an uns als Vermieter weiter.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die EOF zu erhalten?

 

Für die geförderten Wohnungen  gelten folgende Einkommensgrenzen:

Einkommensgrenzen der WFB für einkommensorientierte Förderung (EOF) - 3-Stufen-Modell

 

Einkommensstufe 1

Haushaltstyp

Einkommensgrenze

Bruttoeinkommen jährl. ca.

Bruttoeinkommen mtl. ca.

Alleinstehend

14.000,0020.000,001.667,00

2-Personen-Haushalt

22.000,0031.430,002.619,00

für jeden weiteren Haushaltsangehörigen

4.000,005.710,00476,00

zusätzlich für jedes anrechenbare Kind

1.000,001.430,00119,00

 

Einkommensstufe 2

Haushaltstyp

Einkommensgrenze

Bruttoeinkommen jährl. ca.

Bruttoeinkommen mtl. ca.

Alleinstehend

18.300,0026.140,002.178,00

2-Personen-Haushalt

28.250,0040.360,003.363,00

für jeden weiteren Haushaltsangehörigen

6.250,008.930,00744,00

zusätzlich für jedes anrechenbare Kind

1.750,002.500,00208,00

 

Einkommensstufe 3

Haushaltstyp

Einkommensgrenze

Bruttoeinkommen jährl. ca.

Bruttoeinkommen mtl. ca.

Alleinstehend

22.600,0032.290,002.691,00

2-Personen-Haushalt

34.500,0049.290,004.108,00

für jeden weiteren Haushaltsangehörigen

8.500,0012.140,001.012,00

zusätzlich für jedes anrechenbare Kind

2.500,003.570,00298,00


Quellenangabe: Sozial-Fibel des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

 

Bei der Einkommensberechnung werden bestimmte Beträge vom Einkommen abgezogen. Das tatsächliche Haushaltsbruttoeinkommen kann daher erheblich über den genannten Grenzen liegen. Maßgeblich ist die Summe der Einkommen aller Haushaltszugehörigen abzüglich der pauschalen Abzüge und der Frei- und Abzugsbeträge (Art. 5 ff BayWoFG).

Ein Ausgleich mit negativen Einkünften aus anderen Einkunftsarten und mit negativen Einkünften des zusammen veranlagten Ehegatten ist nicht zulässig, d. h. insbesondere Schulden können nicht angerechnet werden.

Wann und wo beantrage ich die EOF? Welche Unterlagen brauche ich dazu?

Sobald Sie den Mietvertrag für eine Wohnung der EOF in Händen halten, stellen Sie als Hauptmieter einen Antrag bei der Stadt Würzburg, Fachbereich Soziales, Karmelitenstraße 43, Zimmer 320/321, Telefon 0931/37-2760, 37-3544 oder 37-2544.

Folgende Unterlagen müssen Sie dabei vorlegen (meistens genügen Kopien):

  • allgemeiner Wohnberechtigungsschein (muss vor der Vermietung beim Vermieter vorliegen)
  • Mietvertrag (mit Unterschrift von Vermieter und Mieter)
  • die letzten 12 Lohn- und Gehaltsabrechnungen von allen im Wohnberechtigungsschein aufgeführten Personen; Einkommensnachweise (Rentenbescheide, Arbeitslosengeldbescheide, Sozialhilfebescheide, Pflegegeldbescheid etc.)
  • Nachweis über Entrichtung oder Erhalt von Unterhalt
  • Nachweis über Schwerbehinderung ab einem „GdB von 50“
  • Schul-/Immatrikulationsbescheinigungen (ab 15 Jahren)
  • Schwangerschaftsbescheinigung/Mutterpass
  • Heiratsurkunde/Aufgebotsbescheinigung

Wie hoch ist die einkommensorientierte Förderung?

Die Höhe der Zusatzförderung richtet sich zunächst nach dem Einkommen (i.S.d. § 2 Abs. 1, 2 u. 5a Einkommenssteuergesetz). Hierbei ist maßgeblich, ob und inwieweit die vorgegebenen Einkommensgrenzen überschritten werden. Haushalte, die die vorgegebene Einkommensgrenze nicht überschreiten, erhalten den vollen Förderungsbetrag. Bei einer Überschreitung der Grenze erfolgt eine Abstufung der Förderung von je 1,00 €/m² Wohnfläche je Einkommensstufe.

Entscheidend ist zudem die Anzahl der Personen, die dauerhaft in der Wohnung leben. Gehören Kinder zum Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze für jedes Kind zusätzlich (i.S.d. § 32 Abs. 1-4 Einkommenssteuergesetz). Folgende Personengruppen können einen Haushalt bilden:

  1. Der Antragsteller, der Ehegatte, der Lebenspartner und der Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft sowie
  2. deren Verwandte (z. B. Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel, Geschwister, Stiefeltern, Schwiegereltern, Stiefkinder), Pflegekinder und Pflegeeltern, die miteinander eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen. Zudem Kinder, deren Geburt auf Grund einer bestehenden Schwangerschaft zu erwarten ist.