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Stadtbau holt Deutschen Bauherrenpreis erneut nach Würzburg

Neubauprojekt in der Brunostraße erhält hohe bundesweite Auszeichnung

 

Große Ehre für Würzburg am Mittwoch, den 17. Februar 2016 in Berlin:

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Stadtbau ist für ihr Projekt Neues Wohnen Brunostraße mit dem Deutschen Bauherrenpreis in der Kategorie Neubau 2016 ausgezeichnet worden. Damit geht dieser bedeutendste Preis für Wohnungsbau in Deutschland nun erstmals auch in der Kategorie Neubau nach Würzburg. Geschäftsführer Hans Sartoris nahm am Abend in der Hauptstadt die Auszeichnung entgegen. Alle zwei Jahre loben ihn der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der Bund Deutscher Architekten und der Städtetag gemeinsam aus.

Bauherrenpreis_Stadtbau_Wuerzburg_Brunostraße_2016

Die Jury zeichnete in diesem Jahr 10 von insgesamt 145 eingereichten Projekten aus ganz Deutschland mit einem Preis aus. Die Preisträger überzeugten durch eine besonders hohe Qualität bei gleichzeitig tragbaren Kosten. 

Die Stadtbau ersetzte in der Zellerau sechs nicht sanierungsfähige Schlichtbauten durch insgesamt neun Neubauten mit 104 Wohnungen.

Die Jury würdigte beim Stadtbau-Projekt neben der überzeugenden städtebaulichen Lösung, der guten Architektur und der Wohnungsqualitäten insbesondere die soziale Mischung der Nachbarschaften durch den Mix von frei finanziertem und sozialem Wohnungsbau. Weiterhin überzeugten die Besonderheiten des Carsharing-Angebotes und die Rücksichtnahme auf den alten gewachsenen Baumbestand in der Brunostraße.

Für die Stadtbau war es nach dem Bauherrenpreis 2013 in der Kategorie Modernisierung für die Modernisierung am Ludwigkai die zweite große Auszeichnung. Geschäftsführer Hans Sartoris bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Teamarbeit. 

Mit einer Wanderausstellung durch ganz Deutschland werden die prämierten Projekte besonders gewürdigt.

 

Stadtbau Würzburg Brunostraße Foto2 Ingrid Weigert

 

Die Jury

Die neue Wohnanlage im Würzburger Stadtteil Zellerau ersetzt eine Zeilenbebauung aus den 1950er Jahren. Sechs nicht sanierungsfähige Wohnblöcke entsprachen nicht mehr den heutigen Ansprüchen und wurden abgerissen.

An deren Stelle errichtete das kommunale Wohnungsunternehmen 104 barrierefreie zwei- bis fünf- Zimmer-Wohnungen, darunter 42 Eigentums-, 50 freifinanzierte Miet- und zwölf Sozialwohnungen. Neun Einzelhäuser mit jeweils 10 bis15 Wohnungen sind versetzt zueinander angeordnet und ermöglichen dadurch den Erhalt des prägenden alten Baumbestands. Die differenziert gestalteten Außenräume schaffen eine parkähnliche Landschaft. 

Die als Dreispänner organisierten Grundrisse lassen eine Vielzahl von unterschiedlichen gut belichteten Wohnungsgrößen zu, die vor allem durch ihre flexible Gliederung und konsequente Orientierung der privaten Freiräume in Form von Loggien überzeugen.

Die Gebäude haben KfW 70 Standard. Die Außenwände bestehen aus Ziegelfertigteil-Mauerwerk und erhielten eine 14 cm dicke Mineralfaser-Dämmung. Über ein Blockheizkraftwerk erfolgte ein Neuanschluss an das Fernwärmenetz. 

Erstmalig wurde mit diesem Projekt die Entwicklung eines Carsharing-Angebots für die Bewohner in Würzburg verbunden. In einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und der Stadtbau Würzburg GmbH wurde vereinbart, dass jeder Carsharing-PKW mit dem Faktor sieben auf die Zahl der baurechtlich nachzuweisenden Stellplätze angerechnet wird. Dies bedeutete eine spürbare Senkung der Baukosten um die dadurch entfallenen 21 Tiefgaragenstellplätze. 

Beispielhaft ist aus Sicht der Jury insbesondere die soziale Mischung der Nachbarschaft, die durch den Mix von Wohneigentum, freifinanziertem und sozialem Wohnungsbau ermöglicht wird. Zudem überzeugen die architektonische Durcharbeitung der Baukörper und das Freiraumkonzept mit geschütztem Baumbestand und gelungenen Angeboten von privaten und öffentlichen Räumen. Die Wohnanlage setzt neue Maßstäbe im Wohnungsbau – und nicht nur in Würzburg.

Stadtbau Würzburg Brunostraße Foto Ingrid Weigert

 

Der Preis

Gesellschaftliche Verantwortung und Bewusstsein für die Qualität von Lebensräumen müssen im Wohnungsbau neben den Parametern der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit das Ziel aller Beteiligten bleiben. Ausschlaggebend dafür sind die Entscheidungen der Bauherren, die nicht nur auf tragbare Kosten beim Bauen, sondern auf die langfristige Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen achten müssen. Das setzt Qualitätsbewusstsein bei Grundrissgestaltung, Materialwahl und Erscheinungsbild voraus, denn nur bedürfnisgerechte, an veränderte Ansprüche anpassbare Wohnhäuser mit guten Standortqualitäten werden auf Dauer nachgefragt.

Am Spannungsfeld von hoher Qualität und tragbaren Kosten setzt der Wettbewerb um den Deutschen Bauherrenpreis an, wobei er die besondere Rolle des Bauherren hervorheben will. Die Arbeitsgruppe KOOPERATION GdW-BDA-DST hat diesen Wettbewerb zur Unterstützung positiver Ansätze und Lösungen im Wohnungsbau im Jahr 1986 gestartet. Seit Jahren ist der Deutsche Bauherrenpreis in der Fachwelt als wichtigster Preis im Bereich des Wohnungsbaus in Deutschland anerkannt.

Der Wettbewerb ist geteilt in die Kategorien „Modernisierung” und „Neubau”.

 

Der Wettbewerb

KATEGORIE B. NEUBAU

Deutscher Bauherrenpreis Neubau 2016 für innovative Projekte im Wohnungsneubau. Darüber hinaus kann ein Sonderpreis „Freiraumgestaltung im Wohnungsbau“ für eines der mit einem Bauherrenpreis ausgezeichneten Projekte verliehen werden.

Stifter: Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Berlin.

Ziel des Wettbewerbs ist es,

  • die Rolle der Bauherren als richtunggebende Partner hervorzuheben, ihre besondere Verantwortung nicht nur für die wirtschaftliche, sondern auch für die gestalterische, ökologische und soziale Qualität der Bauwerke herauszustellen,
  • ihren Beitrag zur Hebung der Baukultur und Gestaltqualität in Städten und Gemeinden unter Mitwirkung von qualifizierten Architekten und Fachingenieuren zu würdigen,
  • Ansätze des „integrierten Wohnens“ verschiedener Gruppen hervorzuheben,
  • Ansätze zur Kostensenkung durch städtebauliche Planung, Erschließung und systematische Kooperation aller Beteiligten zu würdigen, beispielhafte und innovative Lösungen, die in der Praxis breite Anwendung finden könnten, auszuzeichnen
  • sowie den Mut zum Experiment und die Bereitschaft zur Praktizierung neuer Formen der Zusammenarbeit vor Ort zu fördern.

 

Bewertungskriterien

Die eingereichten Projekte werden nach folgenden Kriterien beurteilt und bewertet:

  • Wirtschaftlichkeit und tragbare Kosten
  • Städtebau
  • Architektur
  • Energieeffizienz und Klimaschutz
  • Bauprozess und –logistik
  • Soziale Brauchbarkeit
  • Formen und Experimente der Zusammenarbeit.

 

Die Auslober

Arbeitsgruppe KOOPERATION GdW-BDA-DST:

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Diese bewirtschaften rund 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Millionen Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Bund Deutscher Architekten BDA
Der BDA vereint auf nationaler Ebene freischaffende Architekten und Stadtplaner, die sich durch die Qualität ihrer Bauten ebenso auszeichnen wie durch hohe persönliche Integrität und Kollegialität. Der BDA fördert eine Kultur des Planens und Bauens, um so mit funktional und ästhetisch gestalteten Gebäuden, Plätzen und Städten den Lebensraum und die Lebensqualität aller zu bereichern.

Deutscher Städtetag (DST)
Der Deutsche Städtetag vertritt aktiv die kommunale Selbstverwaltung. Er nimmt die Interessen der Städte gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen wahr. Der Deutsche Städtetag nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung - durch Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Gespräche mit Parlament und Regierung sowie durch Öffentlichkeitsarbeit, fördert eine moderne Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert, erarbeitet mit den Städten Konzepte für neue kommunalpolitische Herausforderungen.

 

Projektdaten:

Anzahl der Wohnungen 132 104
- davon Eigentumswohnungen 0 42
- davon frei finanzierte Mietwohnungen 132 50
- davon mit Mietpreis- u. Belegungsbindung  0 12
Wohnfläche in m² 5.077 m² 8.458 m²
Wohnfläche von/bis m²  18-54 m² 46-142 m²
Mietspanne von/bis m² 1,21 – 4,34 €/m² 4,35 – 10,36 €/m²
- im frei finanzierten Teil   ab 8,00 €/m² (Ø 9,20 € m²)
- im geförderten Teil einkommensabhängig (EOF)   ab 4,35 €/m²
Energieverbrauch kWh/m²/a  163,5 kWh/m²/a 58,3 kWh/m²/a
Energieverbrauch kg CO₂/m²/a 32,7 CO₂/m²/a 3,79 CO₂/m²/a
KfW-Standard --- KfW 70
Barrierefreie Wohnungen 0 104
Ein- und Zweipersonenhaushalte in Prozent 88 % 64 %
Tiefgarage --- 65 Stellplätze, Carsharing für Bewohner durch Flinkster

Projektdaten

Bauherr und Eigentümer Stadtbau Würzburg GmbH
Architekt Stefan Forster Architekten, Frankfurt
Gesamtinvestitionen inklusive Grundstück 23 Millionen Euro
Kaufpreis Eigentumswohnung ab 2.750 €/m² Wohnfläche
Verkaufserlöse Eigentumswohnungen 11 Millionen Euro
Eigenkapitalrendite 2,1 %

 

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