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Zuhause
in Würzburg
Investitionsprogramm für Freiflächen und Wohnumfeld

In den nächsten Jahren legt die Stadtbau ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung und Nutzung der Freiflächen in ihren Wohnquartieren. Zusammen mit den deutschlandweit führenden Landschaftsarchitekten 
SPALINK-SIEVERS wird derzeit ein Konzept für alle Außenanlagen der Stadtbau in der Zellerau und in der Lindleinsmühle erarbeitet.

Innenhöfe lebendig und lebenswert gestalten

Aktueller Auftakt war ein Innenhof in der Hartmannstraße. Die Mieter dort wurden über eine Fragebogenaktion sowie einen Infoabend samt Vor-Ort-Termin mit einbezogen und über Planungsideen informiert. Die Stadtbau hat die vielfältigen Anregungen ihrer Bewohner aufgenommen – derzeit werden diese in das Konzept integriert. Im nächsten Schritt wird in enger Abstimmung mit den Mietern die überarbeitete Planung vorgestellt und entschieden. In der nächsten Ausgabe unseres Mietermagazins informieren wir Sie über das Ergebnis der Planungen.

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Wir haben mit Geschäftsführer Hans Sartoris und Landschaftsarchitektin Johanna Sievers über die grundsätzliche Bedeutung der Freiflächengestaltung und des Wohnumfeldes gesprochen.
 

1. Welche Bedeutung spielt das Wohnumfeld für die Stadtbau und das Wohnen allgemein?


Herr Sartoris: Die Bedeutung zeigt sich in den Zahlen: Wir verfügen bei der Stadtbau über mehr als 310.000 Quadratmeter Freiflächen aller Art und über mehr als 2.500 Bäume. Das heißt, dass wir genauso
viele Freiflächen haben wie die gesamte Wohnfläche in unseren über 5.000 Wohnungen beträgt.
Genauso wichtig ist aber, dass wir das Thema Wohnqualität nicht alleine auf Haus und Wohnung reduzieren, sondern immer im Quartier denken. Hier gehört natürlich das Wohnumfeld als wesentliches
Merkmal für gutes Wohnen dazu. 

Frau Sievers: Die Außenanlagen sind die „Visitenkarte“ eines Gebäudes. Sie sind mitentscheidend für den Gesamteindruck einer Wohnanlage: sieht sie gepflegt aus, kann ich mich als Besucher gut orientieren, fühle ich mich sicher, können Kinder hier spielen, komme ich in Kontakt mit den Nachbarn, kann ich vielleicht selber ein bisschen gärtnern?
Gerade im Geschosswohnungsbau haben die Grünanlagen, also die Bäume, der Rasen und die Pflanzflächen eine ganz wichtige Bedeutung. Die Außenanlagen spielen – natürlich zusammen mit den Gebäuden – eine immer größere Rolle im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner und deshalb sollten wir uns sorgfältig darum kümmern.

2. Nun arbeitet ja die Stadtbau mit Ihrem Büro aus Hannover zusammen, warum ist das so und wie kam es dazu?

Herr Sartoris: Die Planung und Gestaltung von Freiflächen und des Wohnumfeldes ist für die Wohnungswirtschaft insgesamt ein sehr anspruchsvolles Thema. Dabei sind drei Dinge für uns als Wohnungsunternehmen
von gleichrangiger Bedeutung: Zunächst einmal geht es für uns natürlich immer einmal um die Qualität von Grünflächen, Zuwegungen und befestigten Flächen. Zum Zweiten aber auch um den Alltagsnutzen – Stichworte
sind hier Unterbringung von Müll, Parkplätze fürs Auto und Fahrrad, Spielen für Kinder usw. Der dritte entscheidende Punkt ist natürlich, dass die Wohnumgebung einerseits gut und funktional gestaltet sein
sollte, andererseits wir aber auch auf die Kosten des Unterhalts und für Pflege achten müssen – schon alleine im Interesse der Betriebskostenbelastung unserer Mieter. 

Wir brauchen also einen planenden Partner, der in all diesen Bereich fachkompetent ist und vor allem die Denke der Wohnungswirtschaft versteht und damit Erfahrung hat. Von diesen Büros gibt es bundesweit
maximal drei, wir haben uns für das Büro SPALINK-SIEVERS Landschaftsarchitekten entschieden.

Frau Sievers: Herr Sartoris kennt uns von einem Großprojekt in Bremen. Er hat dann von uns in den letzten Jahren gestaltete Außenanlagen von Wohngebäuden in Göttingen und in Hannover gesehen, die
ihm gut gefallen haben. Er hat daraufhin vor ca. zwei Jahren Kontakt zu mir aufgenommen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch für die Stadtbau tätig zu werden. Ich kannte Würzburg
bereits seit der Landesgartenschau 1990 – die mir übrigens sehr gut gefallen hat – und habe deshalb spontan zugesagt. Und bisher habe ich es auch noch nicht bereut – die Aufgaben sind spannend
und die Mitarbeiter der Stadtbau sehr freundlich und kooperativ.

3. Welchen Umfang nimmt das Thema in den nächsten Jahren bei der Stadtbau Würzburg ein und wie wollen Sie konkret vorgehen?

Herr Sartoris: Wir haben mit unserem Aufsichtsrat verabredet, dass wir zunächst für die Stadtteile Lindleinsmühle und Zellerau Freiflächenplanungen und Konzepte entwickeln lassen. Auf dieser Grundlage wollen wir
dann die nächsten mindestens fünf, wahrscheinlich aber eher die nächsten zehn Jahre einen Teil unseres jährlichen Invest i t ionsprogramms in Freiflächen und Wohnumfeld stecken. Der genaue Betrag steht
nach Vorliegen der Planungen fest. Sicher ist aber, dass es kontinuierlich eine sechsstellige Summe in unserem jährlichen Bauprogramm sein wird. Zur Vorgehensweise gehört auch, dass wir bei besonderen
Aufgabenstellungen zukünftig auch unsere Mieterinnen und Mieter im jeweiligen Quartier einbinden wollen.

Frau Sievers: Ich finde es vorbildlich und großartig, dass die Stadtbau Würzburg sich dieses Thema für die nächsten Jahre so konzentriert und mit der Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner vornehmen
will. Ich bin sicher, dass sich das „auszahlen“ wird im Sinne einer höheren Zufriedenheit der Mieterschaft und eines schöneren Erscheinungsbildes der Anlagen. Außenanlagen im Wohnungsbau müssen gut funktionieren, d.h., es sollte alles an der „richtigen Stelle“ sein ( z. B. Spielund Gemeinschaftsbereiche, Parkplätze, der Müllplatz, Wäscheplätze), sodass sie ohne größere Konflikte nutzbar sind. Dies wird häufig zu wenig bedacht: es wurde einfach geguckt: wo ist Platz und dann kommt z. B. der Müll dahin. Hier müssen passende Lösungen für jede Situation gesucht werden, hier gibt es kein Patentrezept. Meistens haben sich die Außenanlagen über die Jahre „irgendwie“ entwickelt, d.h. es hat kein Gesamtkonzept für die Anlagen gegeben, in das sich alles sinnvoll
einfügt.

Dafür sind wir Landschaftsarchitekten da: wir versuchen gemeinsam mit allen Beteiligten schöne, aber auch funktionierende Konzepte zu entwickeln. Dazu gehört auch eine gewisse Zeitlosigkeit, d.h. man sollte die Anlagen nicht unbedingt entsprechend den aktuellen Moden in der Freiraumplanung gestalten. Das ist häufig teuer und man sieht es sich schnell über, wenn man da jeden Tag draufschaut... Wir bemühen uns dementsprechend, den Geschmack möglichst vieler Anwohnerinnen und Anwohner zu treffen und da ist „weniger häufig mehr“. Aber natürlich kenne ich auch die Schwäche des Geschäftsführers für alte Bäume und
Blumenwiesen.

Lesen Sie im aktuellen Stadtbau-Magazin weiter: Hier gehts zur Online-Ausgabe

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