Der Klimawandel wird immer spürbarer

Immer trockeneres Klima im Stadtgebiet belastet die Bäume in den Grünanlagen. Von Anfang Oktober 2019 bis Ende Januar 2020 mussten die Gärtner der Stadtbau 49 Bäume fällen. Etwa 90 Prozent davon aufgrund von Trockenschäden. Der Grund sind die geringen Niederschläge in den vergangenen Jahren.

Immer weniger Niederschläge

Der wenige Regen durchdringt und durchfeuchtet ausschließlich die obersten 20 bis 30 Zentimeter des Bodens. Sowohl im Sommer als auch im Winter ist es zu trocken. Selbst in Monaten mit viel Regen erreicht das Wasser nicht die tieferen Bodenschichten in 1,5 bis 1,8 Metern und deshalb wird auch kein Grundwasser gebildet.

Mehr Aufwand für die Baumpflege

Durch den Wassermangel ist auch eine vermehrte Totholzbildung in sämtlichen Altersstufen der Bäume zu beobachten. Besonders schwere abgestorbene Äste müssen entfernt werden, da sie auch ohne große Windbewegungen herabfallen und Schäden verursachen können. Der Zeitaufwand für Baumarbeiten hat sich in den vergangenen vier Jahren vervierfacht. So kommt es, dass Laub im Herbst etwas länger liegen bleibt, da die Verkehrssicherheit der Bäume an oberster Stelle steht. 

Wässern für gesunde Bäume

Um das vorzeitig zu verhindern brauchen die Bäume in unseren Anlagen Wasser, besonders in der Anwachsphase. „Aktuell wässern wir von April bis Oktober, der Fokus liegt auf den Neupflanzungen. Wasser entnehmen wir größtenteils aus dem Main, im Heuchelhof aus Zisternen und auch aus dem See in der Lindleinsmühle“, erklärt der Gärtnermeister. Für die Wasserentnahme besitzt die Stadtbau entsprechende Genehmigungen, somit wird das Trinkwasser geschont. Wichtig ist es, langsam am Wurzelballen zu wässern, sonst fließt das Wasser ab und der Baum hat nichts davon.


Lohnenswert für die Umwelt und ohne Kosten für unsere Mieterinnen und Mieter

All diese Maßnahmen lohnen sich für die Umwelt und sind für unsere Stadtbau-Mieterinnen und Mieter komplett kostenneutral. Wir, die Stadtbau Würzburg, sehen es als unsere Pflicht an, die Gesundheit der knapp 3.000 Bäume möglichst lange aufrechtzuerhalten. So können die alten Bäume lange existieren und ihre positiven Effekte auf das Klima ausüben. Und sie können auch ausreichend Jungbäume ausbilden.
 

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