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Corona - Herausforderungen und Fragen

Geschäftsführer der Stadtbau Würzburg Hans Sartoris beantwortet grundlegende Fragen zu Herausforderungen und Veränderungen in Zeiten von Corona.

  • Wie hat sich Ihr Alltag durch Corona verändert?

Hans Sartoris: Alles ist anders und vieles neu. Aber wir sitzen alle in einem Boot, es ist für uns alle gleich anders und gleich neu. Es gab in der Vergangenheit keinen Managementkurs „Führen in der Pandemie“, deshalb musste ich mich am Anfang erst einmal sortieren, sehen, wo ist die Verantwortung als Geschäftsführer für die Firma, welchen Beitrag muss jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter leisten, damit wir vernünftig durch diese Zeit kommen und keine gesundheitlichen Risiken eingehen. 

  • Ist die Krise schon Alltag geworden?

Hans Sartoris: Das Wichtigste war, dass wir gemeinsam gefragt haben: Wo sind jetzt unsere Schwerpunkte? Zuerst natürlich der private und familiäre Bereich, dann die Fürsorgepflicht und die Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und schließlich, zu versuchen, den Geschäftsbetrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Nachdem das sortiert war, konnten wir in jedem Bereich verschiedene Themen setzen und vor diesem Hintergrund ist die Krise tatsächlich schon ein bisschen Alltag.

  • Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und das Unternehmen trotzdem weiter am Laufen zu halten?

Hans Sartoris: Wir haben sehr frühzeitig das Thema Homeoffice für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale umgesetzt. In der ersten Woche waren etwa 50 Prozent im Homeoffice, in der zweiten Woche waren es 80 Prozent und das wird jetzt bis mindestens Ende April so bleiben. Die Gärtner haben im Moment ideale Bedingungen, sie arbeiten geschützt in ihrer Grünanlage. Bei den Hausmeistern haben wir die Kundenkontakte gekappt, das heißt, sie sind am Vormittag in ihren Quartieren unterwegs und am Nachmittag bilden sie sich weiter, alles digital und online. Und unsere Handwerker im Regiebetrieb sind im Moment fast nur in leerstehenden Wohnungen beschäftigt, um die Kontakte so gering wie möglich zu halten. In echten Notfällen gehen sie natürlich auch zu den Mietern, aber nur wenn die Bewohner während der Reparatur nicht in der Wohnung sind. Insgesamt funktioniert das gut.

  • Wie können sich Mieterinnen und Mieter mit einem konkreten Anliegen mit ihrem Ansprechpartner bei der Stadtbau in Verbindung setzen?

Hans Sartoris: Wir profitieren jetzt sehr von unserer schon früh eingeleiteten Digitalisierung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zuhause genauso arbeitsfähig wie im Büro. Sie können alle Systeme nutzen, nur der persönliche Kundenkontakt fehlt. Unsere Mieter haben schon seit 2017 die Möglichkeit über unser Mieterportal „Meine Stadtbau“ die meisten Dinge, die mit ihrem Mietverhältnis zusammenhängen, zu lösen. Für uns ist es schön zu sehen, dass sich unsere Vorreiterrolle in dieser schwierigen Situation auszahlt. Mit unserem Portal sind wir sehr gut aufgestellt und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, alle Mieterinnen und Mieter, die noch nicht registriert sind, zu bitten, sich jetzt im Portal anzumelden.

Meine Stadtbau

Aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit, uns telefonisch zu erreichen. Allerdings sind die Telefone im Moment – wie überall – überlastet, deshalb kann es hier auch einmal zu Wartezeiten kommen. 
Den Geschäftsbetrieb in der Zentrale können wir bis auf die persönlichen Kontakte komplett aufrechterhalten. Unsere Außenstellen, also Kundenzentrum, Stadtteilbüros, Hausmeisterbüros haben wir natürlich frühzeitig konsequent geschlossen.

  • Mieterinnen und Mieter, die von der CoronaKrise besonders betroffen sind, können die Mietzahlungen befristet einstellen. Gibt es dafür ein bestimmtes Vorgehen?

Hans Sartoris: Für uns als sozialorientiertes Wohnungsunternehmen ist es auch unabhängig von gesetzlichen Regelungen selbstverständlich, dass niemand seine Wohnung als Folge der Pandemie verliert. Ich kann nur allen Mieterinnen und Mietern in einer finanziell schwierigen Situation, sei es durch Kurzarbeit oder weil der Betrieb als Folge der Krise schließen musste, raten, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Das Procedere ist dann einfach: Die Mieterin oder der Mieter muss glaubhaft machen, dass es sich um eine Notlage infolge des Coronavirus handelt, das kann durch einen Kurzarbeitergeldbescheid geschehen oder den Nachweis, dass das Restaurant oder der Laden, in dem man arbeitet, geschlossen ist. Sobald wir diese Unterlagen haben, setzen wir uns direkt mit den Betroffenen in Verbindung und suchen eine individuelle Lösung.